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Hier lesen
Sie auch Erfahrungsberichte über das Stottern
bei Kindern.
Stotterer-Training
vom 15. bis 22.09.2006
Thomas (12) fing schon im Kindergartenalter an zu stottern.
Wir haben jahrelang mehr oder weniger erfolgreiche Therapien
gemacht. Über das Internet stießen wir auf das
Stotterer-Training. Thomas war sofort Feuer und Flamme, also
haben wir und angemeldet. Treffpunkt war ein Hotel in Witten,
wir waren sehr gespannt!!
Der erste Abend begann mit einer Vorstellungsrunde, in der
jeder Teilnehmer mit der Videokamera aufgezeichnet wurde.
Thomas konnte weder seinen Namen noch alles andere flüssig
sagen. Anwesend war außer Thomas noch ein „Neueinsteiger“,
alle anderen waren „Wiederholungstäter“.
Diejenigen, die schon eine Therapiewoche hinter sich hatten,
sprachen wesentlich besser als die beiden, die zum erstenmal
dabei waren. Hans Liebelt, der Trainer, erklärte dann
sehr anschaulich und unterhaltsam die richtige Atemtechnik
und siehe da – Thomas konnte auf einmal seinen Namen
sagen, ohne hängen zu bleiben!! Bewaffnet mir schriftlicher
Anleitung zum richtigen Atmen machten wir uns auf den Heimweg.
Am nächsten Morgen ging es dann richtig los. Als Einstieg
war die „dynamische Meditation“ dran. Das war
für uns etwas fremd, Thomas war wenig begeistert! Nach
einer Frühstückspause war man gerüstet für
die Dinge, die da kommen sollten…. Im Gesprächsraum
traf sich eine buntgemischte Gruppe. Der jüngste Teilnehmer
war acht Jahre alt, der älteste 37. Jetzt durfte –
MUSSTE – jeder etwas sagen, was, spielte eigentlich
keine Rolle. Wem nichts einfiel, der wurde eben von Hans gefragt.
Was gesagt wurde, musste solange wiederholt werden, bis es
perfekt war! Manchen Satz haben wir zehnmal gehört, aber
das hat keinen gestört. Hans ging auf jeden einzelnen
liebevoll ein, er hat eine Engelsgeduld (ich habe gehört,
dass er auch sanft aber bestimmt sein kann, wenn es sein muss!)
Manchmal musste auch sanfte Gewalt angewandt werden, um kleinere
Böckchen, die u.a. unser Thomas an den Tag legte, aus
der Welt zu schaffen! Ich habe immer wieder gestaunt, wie
Hans besonders mit den Kindern umgeht, Thomas hat ihn total
gern, obwohl Hans auch Kritik übt, was unser Sohn sonst
nicht so gut vertragen kann. Am zweiten Tag hatte Thomas den
Mut, in der Gesprächsrunde zu sagen, dass er an der „Dynamischen“
nicht teilgenommen hat, weil er den Sinn nicht versteht. Hans
hat ihm dann in aller Ruhe und auf seinem kindlichen Niveau
erklärt, wofür die einzelnen Phasen gut sind. Thomas
hat verstanden, um was es geht, kann sich aber trotzdem nicht
wirklich dafür begeistern.
Durch Hans’ lockere und lustige Art wurde jede Gesprächsrunde
unterhaltsam, auch wenn oft dieselben Dinge gesagt wurden.
Nach der Gesprächsrunde gab es dann verschiedene „Spiele“,
die natürlich immer darauf zielten, die erlernte Sprechtechnik
anzuwenden und zu vertiefen. Eine besondere Herausforderung
war das „Outdoor - Training“: Die Teilnehmer mussten
Passanten ansprechen oder in Geschäften nach den unmöglichsten
Dingen fragen (biologisch abbaubares Vollwaschmittel und schwarze
Gummistiefel mit roten Streifen und blauen Punkten sind nur
zwei Beispiele….). Hans hatte immer neue „Gemeinheiten“
auf Lager, mein armer Thomas musste eine „Quittung für
Bewirtungskosten mit ausgewiesener Mehrwertsteuer“ verlangen.
Die 7 Tage verliefen ähnlich, das Sprechen wurde jeden
Tag besser! Die „Krönung“ war eine Videoaufzeichnung
am letzten Tag, die dann mit der vom Vorstellungsabend verglichen
wurde. Der Unterschied war so gewaltig, dass mir die (Freunden-)Tränen
kamen. Thomas spricht jetzt flüssig, wenn er die Technik
bewusst anwendet. Wenn er es im Eifer des Gefechtes mal vergisst
und hängen bleibt, hört er sofort auf und fängt
richtig an. Vor dem Stotterer-Training war das Sprechen für
Thomas sehr anstrengend, jetzt geht es locker und fast „nebenbei“.
Wir sind sehr dankbar für diese Woche, ich hätte
nie geglaubt, dass in so kurzer Zeit solch ein Erfolg möglich
ist. Wir freuen uns schon auf die Auffrischungstage, die wir
besuchen werden!! Ich kann nur jedem Stotterer dieses Training
empfehlen! Gerne stehe ich auch für Fragen zur Verfügung,
Email genügt!!
Caren Nippel
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wird Ihre E-Mail über unseren Server geleitet. Caren
Nippel wird Ihnen dann über ihre private E-Mailadresse
antworten.)
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Erfahrungsbericht:
Ein Jahr Stotterer-Training
(Mai
2004 - Mai 2005, von Jan S.)
Videos von Jan ansehen: 10.5.2004,
3.9.2004,
22.3.2005,
4.11.2005,
11.11.2005,
30.9.2006
(Rechtsklick >Ziel speichern unter)
Nach
meinem ersten Jahr beim Stotterer-Training kann ich sagen,
dass sich alle Hoffnungen, die ich an meinem ersten Trainingstag
hatte, im großen und ganzen erfüllt haben. Ich
spreche im Normalfall so gut wie vollkommen fließend;
die Sprechtechnik hat sich inzwischen so automatisiert, dass
ich oft gar nicht mehr auf sie achten muss. Wenn es doch mal
kleine Probleme gibt - in Stresssituationen oder bei großer
Müdigkeit - lasse ich mich davon nicht mehr verunsichern,
weil ich inzwischen das nötige Selbstvertrauen habe und
weiß, dass ich jederzeit fließend sprechen kann,
wenn ich will.
Mein Verhalten hat sich in den vergangenen zwölf Monaten
enorm verändert, am deutlichsten wohl beim Alptraum aller
Stotterer, dem Telefonieren. Ich habe zuerst vor allem Freunde
angerufen - und dabei entdeckt, dass ich das eigentlich sehr
gerne mache - , und mir dann immer größere Herausforderungen
gesucht. Heute macht mir das Telefonieren so gut wie keine
Probleme mehr - noch vor nicht allzu langer Zeit hätte
ich nicht gedacht, dass ich jemals an diesem Punkt ankommen
würde...
Überhaupt habe ich durch das Stotterer-Training eine
richtige Freude am Sprechen entwickelt. Das hat wiederum zur
Folge, dass ich mich meiner Umwelt viel mehr mitteile als
früher und darauf auch viele positive Reaktionen bekomme.
Das Training hat mich also nicht nur in sprechtechnischer
Hinsicht, sondern auch von meiner gesamten Persönlichkeitsentwicklung
her sehr vorangebracht. In diesem Zusammenhang spielt sicherlich
auch der vielschichtige Aufbau des Trainings mit Selbsterfahrung,
Meditation usw. eine wichtige Rolle.
Kurz gesagt: Ich kann jedem Stotterer die Teilnahme am Training
nur empfehlen! Wer bereit ist, eine Menge Energie in die Arbeit
an sich selbst und dem eigenen Sprechen zu investieren, wird
von den Seminaren enorm profitieren. Wichtig für den
Erfolg ist nach meiner Erfahrung die richtige Mischung aus
Entschlossenheit und Geduld. Auch ich bin in den ersten Monaten
im Alltag nach und nach wieder etwas zurückgefallen,
dafür habe ich dann jeweils beim folgenden Training ein
höheres Niveau erreicht als je zuvor. Etwa ein halbes
Jahr hat es bei mir gedauert, bis ich die ersten größeren
Erfolgserlebnisse hatte und ein Gefühl für das fließende
Sprechen da war. Andere werden vielleicht länger oder
auch weniger lange auf größere Fortschritte warten
müssen. Wer aber dranbleibt und sich von Rückschlägen
nicht entmutigen lässt, der wird seine Sprechflüssigkeit
in jedem Fall verbessern! Und was ist das für ein Gefühl
- endlich im Restaurant das bestellen, was man haben will;
an Unterhaltungen teilnehmen wie alle anderen auch; von Freunden
und Bekannten zu hören: "Wahnsinn, du stotterst
ja gar nicht mehr!"...
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(16.
November 2005) Achtung! Stotterzwerge
im Netz!

Da
soll doch einer sagen, mit den Kindern des 21. Jahrhunderts
sei nichts los und sie würden vor TV und Playstation
verblöden. Er wird schnell eines Besseren belehrt! Rouven,
9 Jahre jung, seit April 2005 beim Stotterer-Training, geht
kreative Wege. Mit seinem Stotterzwerg, den er sich selbst
ausgedacht und mit Unterstützung des Vaters beim Gebrauch
der Motorsäge realisiert hat, rief er nicht nur unter
den Teilnehmern des Oktober-Trainings Begeisterung hervor,
er erarbeitete sich dadurch selbstständig ein effizientes
Konzept, um die Vorgänge beim Sprechen spielerisch und
kindgerecht zu begreifen. Das zollt Respekt auf der ganzen
Linie.
Wenn
Sie sehen und hören möchten, was es mit Rouvens
Stotterzwergen auf sich hat, dann schauen Sie sich seinen
kleinen "Werbespot
für Stotterzwerge" an (Klick auf den Link mit
der rechten Maustaste > "Ziel speichern unter"
anwählen). Viel Spaß! Ach ja, und wenn Sie sich
für die Stotterzwerge interessieren, dann schreiben Sie
Rouvens Eltern eine E-Mail.
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(7. Oktober
2005) Ich weiß, wir sind treulose Tomaten!
Haben
einfach nichts mehr von uns hören lassen. Zu unserer
Entschuldigung kann ich nur anführen, dass dieses Jahr
bisher für mehrere Jahre gelangt hätte - im Positiven
wie im Negativen (leider etwas mehr im Negativen).
Für
Tim war es aber ein Super-Jahr! Er ist eigentlich schon das
ganze Jahr fast vollkommen blockfrei. Und das, obwohl wir
umgezogen sind und er seit dem Sommer eine neue Schule besucht.
Er ist sogar schon zum Klassensprecher gewählt worden!
Weil es momentan so super läuft und ich den Eindruck
habe, dass er das flüssige Sprechen immer mehr verinnerlicht,
haben wir uns zu einer Therapiepause entschlossen (unser 1.
Jahr ist im April zu Ende gegangen).
Vom Therapiekonzept
und dessen Erfolgen - gerade bei Kindern - sind wir natürlich
nach wie vor 100%ig überzeugt. Wir vermissen Euch auch
alle sehr und werden vorbehaltlos wieder aufkreuzen, sobald
sich etwas an Tims Sprechweise verschlechtert. (Wir würden
Euch auch gern mal besuchen.)
Außerdem
stehen wir wirklich jederzeit gern für Auskünfte
für betroffene Eltern/ Kinder/ Krankenkassen/ Ärzte
zur Verfügung. Hierfür kannst Du auch gern unsere
E-Mail-Adresse veröffentlichen. Wir grüßen
Euch sehr herzlich und umarmen Euch fest. Liebe Grüße
von Tim und Alexandra
Kontakt
zu Tims Mutter: E-Mail
(Zur Vermeidung von Spam haben wir die E-Mailadresse unkenntlich
gemacht. Bitte klicken Sie einfach auf den Link, Ihr E-Mail-Programm
wird dann gestartet.)
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(Neue
Westfälische Zeitung) ENGER-SPENGE 16.04.2005
Svenja spricht
ohne Punkt und Komma: Die zehnjährige Engeranerin hat
ihr Stottern mit speziellem Training in den Griff bekommen
(VON EKKEHARD WIND)
Sind
guter Dinge (FOTO: WIND)
Enger.
Svenja sprach kaum noch, weder in der Schule noch Zuhause.
Ans Telefon ging sie gar nicht mehr. Aus Angst, dass sie ihre
Sätze nicht flüssig rauskriegt. Svenja stotterte.
Ärzte konnten nicht helfen, Therapien führten nicht
zu dem erhofften Erfolg.
"Sie machte zu, schottete sich immer mehr ab", erzählt
ihre Mutter. Ein spezielles, einwöchiges Training brachte
den Durchbruch. Svenja konnte wieder sprechen, ohne zu stolpern
oder hängen zu bleiben. Heute ist die Zehnjährige
eine echte Quasselstrippe. Sehr zur Freude ihrer Eltern.
"Mit vier oder fünf Jahren fingen die Sprachprobleme
an", erinnert sich Birgit Müller. "Ergotherapie
und Logopädie brachten uns nicht weiter." Die Sprachprobleme
blieben. Ende 2003 verschärfte sich die Situation. In
der Grundschule wollte Svenja nicht mehr lesen und sich nicht
mehr melden. "Wenn jemand der Mitschüler über
ihr Stottern gelacht hatte, mussten wir sie zu Hause wieder
aufbauen."
"Erst war ich natürlich skeptisch"
Durch eine Fernsehsendung wurden die Müllers auf das
Stotterer-Training aufmerksam. Die Trainier, meist selbst
jahrelang Stotterer, bieten Sprach-Gehandicapten wöchentliche
Trainingsseminare an.
Die Müllers entschlossen sich, den Versuch zu wagen.
"Erst war ich natürlich skeptisch, als ich mit Svenja
nach Witten fuhr", erzählt Birgit Müller, "wir
wussten schließlich nicht, was uns dort erwartet."
Die Skepsis wandelte sich in wenigen Tagen in pure Begeisterung:
Tatsächlich besserte sich Svenjas Sprechen. "Die
Teilnehmer lernen im Stotterer-Training Techniken, mit deren
Hilfe sie das Stottern in den Griff kriegen", berichtet
Birgit Müller.
"An einem Simulator wurde uns erklärt, wie überhaupt
das Zwerchfell funktioniert", sagt Svenja und erläutert:
"Denn das Zwerchfell verkrampft sich bei Stotterern,
wenn sie sprechen wollen." Um dies zu verhindern, hat
sie eine spezielle Atemtechnik erlernt. Neben Sprech- und
Atemübungen spielen - je nach Alter der Teilnehmer -
Mentaltraining, Konzentrations- und Meditationsübungen
und Tiefenentspannung eine große Rolle.
Ein wichtiges Ziel des Seminars ist es auch, Kontaktängste
bei Kindern und Erwachsenen abzubauen, soziale Kompetenz neu
aufzubauen. "Beim Außentraining sollten wir in
die Stadt gehen und Leute ansprechen, vor denen man eigentlich
Angst hat", erzählt Svenja und ergänzt: "
Möglichst viele sollten es sein, hat der Trainer gesagt."
Svenja steuerte gleich zu Beginn auf einen Schrank von Mann
zu und fragt ihn -ohne an einer Silbe hängen zu bleiben
- nach dem nächsten Spielwaren-Geschäft. "Das
hätte ich mich vorher nicht getraut", gesteht die
Zehnjährige. "Denn mein Selbstvertrauen war vorher
auf Null." Beflügelt von dem Erfolg sprach sie am
Nachmittag noch 54 weitere Personen in der Stadt an.
"Das Unterbewusstsein lernt nach und nach: ich kann ohne
Blockaden reden", erzählt Svenjas Mutter. Insgesamt
erfordere das Training, das mit einem nicht unerheblichen
Kostenaufwand für die Teilnehmer verbunden sei, ein hohes
Maß an Konzentration und Durchhaltevermögen.
"Unser Kind war nach einer Woche wie umgewandelt",
freuen sich Birgit und Reiner Müller. Dank der Atemtechnikübungen
kommt es zu keinen Blocks mehr, Svenja spricht wieder flüssig.
Damit aber nicht genug: Das junge Mädchen, das vorher
"dicht" gemacht hatte, öffnet sich seiner Umwelt
wieder. In den Ferientagen direkt nach dem Training in Witten
sprudelte es aus Svenja nur so heraus. "Drei Jahre Schulerlebnisse
erzählte sie uns kompakt in nur wenigen Tagen",
erinnert sich ihre Mutter.
Ihre Klassenkameradinnen in der Schule waren ebenso begeistert
wie ihre Lehrer: "Du stotterst ja gar nicht mehr",
freuten sie sich mit ihr. Aus dem schweigsamen, ängstlichen
Mädchen ist mittlerweile eine selbstbewusste, lebenslustige
Schülerin mit viel Power geworden. "Sie ist jetzt
recht aufmüpfig", sagt ihre Mutter und lacht.
"Rüstzeug, um gezielt
gegensteuern zu können"
Probleme mit dem Sprechen hat Svenja nicht mehr. Ende 2004
war Birgit Müller mit ihrer Tochter noch einmal zu einem
Auffrischungs-Kurs. Ihr Atemtraining soll die Zehnjährige
nach wie vor täglich machen. "Das Stottern muss
nicht ein für alle Mal erledigt sein, es kann wiederkommen",
weiß Birgit Müller. "Aber Svenja hat jetzt
das Rüstzeug, um in seiner solchen Phase gezielt gegensteuern
zu können."
Müllers haben sich entschlossen, mit ihren Erfahrungen
an die Öffentlichkeit zu gehen und als Ansprechpartner
unter Tel.: (052 24) 55 06 zur Verfügung zu stehen. "Es
gibt sicher einige Kinder und Erwachsene, die auch Stotterer
sind und ähnliche Probleme haben", vermutet Birgit
Müller.
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Artikel der Ruhrnachrichten
- Dorstener Zeitung vom 20.11.2004
"Meike spricht wieder flüssig"
Holsterhausen - Nach nur fünf Tagen war der Knoten geplatzt.
Meike (7 Jahre) konnte wieder sprechen. Ohne zu stolpern,
ohne sich zu verheddern, ohne an einzelnen Silben hängen
zu bleiben.
Meikes Mutter Angelika Eversmann ist begeistert über
den schnellen Erfolg des Trainings, das ihre Tochter absolviert
hat. Hans Liebelt löste die Zunge ihrer Tochter in einem
seiner Seminare, die er in Witten anbietet. Der Tainer war
selbst jahrelanger Stotterer, bewältigte sein Problem
schließlich durch konzentrierte Übungen. Die lässt
er nun auch anderen Sprach-Gehandicapten in wöchentlichen
Workshops zuteil werden.
Aufmerksam geworden durch einen Bericht im überregionalen
Teil der Dorstener Zeitung entschloss sich Angelika Eversmann
dazu, diesen ungewöhnlichen Schritt zu wagen. Logopädie
zeigte bei ihrer Tochter nämlich nicht den gewünschten
Erfolg: "Eine Zeitlang sprach Meike flüssig. Dann
aber wurde ihr Stottern immer schlimmer." Eine Belastung
für die ganze Familie, die in großer Sorge um die
Siebenjährige war.
Dabei hatte alles ganz harmlos angefangen. Mit kleinen Sprachaussetzern,
später dann mit immer größeren Sprechschwierigkeiten.
Bis eines Tages ein Kindergartenkind Meike mit der grausamen
Direktheit kleiner Kinder empfahl, wegen ihres Stotterns doch
lieber eine Behindertenschule zu besuchen. Diese Erfahrung
hätte Angelika Eversmann ihrer Ältesten gern erspart.
Sie fürchtete, dass Meike wegen ihrer Sprechstörung
immer weiter ausgegrenzt würde. Von ihrem Kinderarzt
hörte die besorgte Mutter indes nur, dass sich das Problem
irgendwann von selbst löse: "Dem war aber nicht
so. Ganz im Gegenteil: Meike war am Ende nicht mehr in der
Lage, ein Gespräch ohne Aussetzer zu führen."
Also setzte sich Angelika Eversmann mit der Hotline der Liebelt-Initiative
in Verbindung. Menschen, die selbst einmal Stotterer waren,
nehmen sich der Hilfe suchenden Anrufer an. In langen Vorgesprächen
fassten sich Mutter und Tochter dann ein Herz und fuhren nach
Witten. Zumal Angelika Eversmann in Aussicht gestellt wurde,
dass die Therapie bei Kindern zu unmittelbaren Erfolgen führen
könne.
Initialzündung
Tatsächlich besserte sich Meikes Sprechen innerhalb nur
weniger Tage: "Die Teilnehmer lernen verschiedene Techniken,
um ihr Stottern in den Griff zu bekommen", erzählt
Angelika Eversmann. Das Training sei für ihre Tochter
so etwas wie eine Initialzündung gewesen. Weil sich das
Stottern in so frühen Jahren meist noch nicht manifestiert
hat, reichten bei Meike einige wenige Stunden aus, sie davon
zu befreien. Mit dem Telefonieren oder normalen Unterhaltungen
hat Meike jedenfalls gar keine Probleme mehr. Und das Training
hat ihr viel Spaß gemacht, auch wenn es für ihre
Eltern mit einem erheblichen Kostenaufwand verbunden war.
"Nur in 20 Prozent aller Fälle trägt die Krankenkasse
die Kosten", erzählt Angelika Eversmann. Der familiären
Kasse liegt ein entsprechender Antrag vor. Auch wenn sie nicht
einspringt, ist Angelika Eversmann sich sicher: "Ohne
das Stotterer-Training würde Meike heute noch stottern."eng
Samstag, 20. November 2004 | Quelle: Dorstener Zeitung (Dorsten)
Hinweis
für interessierte Eltern: Angelika Eversmann erreichen
Sie telefonisch unter 0180/5786883
oder per E-Mail: hier
klicken
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